2. Langer Lauf, 1. Marathonversuch

Letzte Woche am Mittwoch war ich mit Toni 30 Kilometer unterwegs; der erste lange Lauf der Saisonvorbereitung. Bereits bei diesem Lauf hatte ich ein leichtes Kratzen im Hals und musste gelegentlich Husten. Dabei hatte ich mir zunächst nichts gedacht, war am nächsten Tag aber mit einer Erkältung KO. Und wie das so ist, wenn man eine Erkältung so gar nicht brauchen kann: Sie streckte und streckte sich.

Für gestern (Freitag, 14.02.2014) stand wieder ein langer Lauf auf dem Plan. Ich wollte zum ersten Mal überhaupt an einem Marathon der Marathonserien von Olaf Häsler und Helmut Rosieka teilnehmen, am „Vegesacker Hafen – Lesumer Sperrwerk Marathon“. Wenn ich es richtig verstanden habe, war Michael Hagenah auch einer der Mitorganisatoren des Laufs. Die ursprünglich geplante Runde wurde von den Veranstaltern noch ein wenig modifiziert. Zunächst ging es 4 km die eigentlich geplante Runde entlang, dann kamen zwei lange Runden, die wohl dem „Lesumer Deich Marathon“ entlehnt waren. Am Knoops Park vorbei, immer an der Lesum entlang bis zur Straße in Burg-Grambke, an der man die Lesum überqueren kann und dann am Südufer die Strecke des Lesmona „Starke Bäcker“ Halbmarathons entlang bis zum Sperrwerk und wieder über die Lesum. Danach sollten dann noch fünf von den 4 km Runden gedreht werden.

Die erste kleine und die erste große Runde wurden gemeinsam gelaufen (jedenfalls von denen, die die Strecke nicht kannten zusammen mit Olaf). Bei dieser Gelegenheit hat Olaf uns erzählt, welche Marathons der Trupp in der Gegend noch so organisiert oder für die Zukunft geplant hat. Da ist ja richtig etwas los in unserer Gegend. Sehr schön!

Die Strecke hat mir wirklich sehr gut gefallen. Nirgends musste man eine gefährliche Straße überqueren, der Radverkehr hielt sich in Grenzen (auch wenn Toni kurz vor Schluss tatsächlich noch mit einem Radfahrer zusammenstieß; beide haben sich zum Glück nicht schlimmer verletzt dabei) und die Aussicht ist überall angenehm. Olaf hat eine tolle Vepflegungsstation am Berührungspunkt der beiden Runden aufgebaut. Alle waren sehr, sehr nett. Mit dem Haufen möchte ich in Zukunft gerne noch ein paar nette Runden drehen.

Bei Toni hatte sich beruflich ein bissel was verschoben. Deshalb konnte er überraschend doch teilnehmen. Und der Racebooker Christian Meyer hatte vor einigen Tagen im Racebooker Forum eine Diskussion darüber angestoßen, ob ein Marathon als Ersatz für einen langen Trainingslauf eigentlich auch mal in Ordnung sei. Fand ich klasse. War ja auch genau mein Gedanke. Insgesamt waren wir sieben Teilnehmer.

Unterwegs lief uns noch der Racebooker Volker Zimmermann über den Weg, der uns auch erkannte. Weil es aber schon recht dunkel war, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich ihn tatsächlich gesehen hatte. Ich wollte ja auch keinem Fremden zurufen: „Hallo Volker!“ 😉
Aber kurze Zeit später postete er, dass er uns vermutlich gesehen hatte, wegen der Dunkelheit aber ebenfalls nicht ganz sicher gewesen sei. Tja, so kann es laufen.

Leider ging es mir immer noch nicht so besonders gut. Die Erkältung war noch spürbar. Ich fühlte mich recht kraftlos und musste wieder häufiger Husten. Zu Beginn des Laufs war es sehr warm und wurde dann nach Sonnenuntergang schlagartig windiger und kälter. Bei km 24 in etwa (bei der Hälfte der ersten kleineren Schlussrunden) habe ich dann meinen Ausstieg beschlossen. Ich bin dann noch zum VP gelaufen und dann ausgestiegen.
Der Veranstalter wollte das aber nicht als DNF gelten lassen. In der Ergebnisliste werde ich als Sieger des 26,4 km Rennens geführt. 😉

Toni hatte mich bis km 24 begleitet. Dann habe ich ihm meine Laufuhr gegeben (er hatte seine nicht dabei und auch kein Runtastic gestartet; ich hatte Beides). Außerdem haben wir die Stirnlampen getauscht, weil meine wesentlich heller ist als seine und ich ja nicht mehr weit laufen müsste. Dummerweise habe ich wohl aus Gewohnheit die Laufuhr beim Abnehmen abgeschaltet. Saublöd. Leider hat Toni es erst nach zwei weiteren Runden gemerkt, so dass nun möglicherweise ca. 8 km auf seinem Track fehlen (muss ich noch auf den Rechner hochladen und mir mal anschauen).

Alle anderen 6 Teilnehmer sind ins Ziel gekommen und sahen größtenteils sehr, sehr entspannt aus. Da konnte ich mal wieder sehen, was ich auch wieder können möchte.

Insgesamt bin ich mit dem Lauf und meinem Ausstieg aber nicht sonderlich unzufrieden. Mit 26 km geht das durchaus auch als längerer Trainingslauf durch und trägt sicherlich zur Fitnesssteigerung bei. Und ich glaube, dass ich, wenn ich mich ins Ziel durchgebissen hätte, in den nächsten Tagen wieder mit einer Erkältung zu tun gehabt hätte. War schon ok so.

Jedenfalls hat der Lauf Spaß gemacht. Bei Olaf möchte ich gerne mal wieder mitlaufen. Hoffentlich ergibt sich die Gelegenheit bald wieder.

Am Sonntag (morgen) möchte ich wieder am Piesberg bei Osnabrück ein wenig Höhenmeter und auch ein paar Kilometer schrubben als direkte Vorbereitung auf den PUM. Darüber werde ich hier sicherlich auch wieder berichten. Ich freue mich schon darauf.

Werbeanzeigen
Kategorien: Trainingsläufe | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: