Manchmal kommt es anders…

Eigentlich stand für kommenden Samstag (22.03.2014) der Springe-Deister Marathon auf meiner Liste. Vor kurzem habe ich zu meiner Überraschung festgestellt, dass ich mich da offenbar noch gar nicht angemeldet hatte. Jedenfalls habe ich mich nicht in der Teilnehmerliste gefunden, keine Bestätigungsmail im Outlook und auch keine Abbuchung vom Konto. Seltsam eigentlich. Ich war fest davon überzeugt, dass ich das schon vor Monaten erledigt hatte. So kann man sich täuschen.

Aber das ist ja eigentlich kein Problem: Beim Springe-Deister Marathon kann man sich natürlich auch vor Ort noch nachmelden. Leider hat sich aber niemand gefunden, der mitkommen wollte. Die, die Interesse angemeldet hatten (Toni, Markus, Mike) haben alle abgesagt (bzw. hatten nie fest zugesagt). Mike wollte dann zwar wohl doch, aber da hatte ich meine Pläne schon umgestrickt. Alleine hinfahren wollte ich nicht.

Also habe ich ein Alternativprogramm gebastelt…

Eigentlich wollte ich ja viel trainieren und jede Woche mindestens einen 30er durchziehen. Das hat natürlich wieder einmal nicht so recht geklappt. In den letzten Wochen war ich zwar gelegentlich laufen, aber eigentlich nie weiter als 15 Kilometer. Ein paarmal hat es sogar nur für ein Stündchen auf dem Laufband gereicht, weil ich da eh gerade im Sportstudio war.

Vorgestern (18.03.2014) bin ich dann den 1. Feierabend Marathon mitgelaufen. Das ist einer der Serienläufe, die Olaf Häsler und Freunde hier in Bremen veranstalten. Ein toller Trupp!

Wir waren fünf Starter. Olaf hat wieder einmal für beste Verpflegung gesorgt. Michael (der spätere Sieger) und unser Racebooker Jan sind recht flott weggezogen. Die ersten ca. 18 Kilometer bin ich mit Martin und Olaf gemeinsam gelaufen und habe mich bestens mit ihnen unterhalten. Zwischenzeitlich hat uns auch Helmut auf dem Fahrrad begleitet und war immer für einen netten Schnack zu haben.

Bei Kilometer 17 oder so fing es zu regnen an. Erst leicht, dann richtig heftig. Das war schon ein wenig unangenehm. Aber da ich mir vorgenommen hatte zu finishen, gab es keinen Gedanken an ein DNF. Wenn ich gesund und einigermaßen passend angezogen bin, ist Wetter keine Ausrede, auch wenn es manchmal nicht so dolle ist.

Bei Kilometer 18 fühlte ich mich recht gut und dachte ich hätte Jan in überschaubarem Abstand vor mir gesehen. Also habe ich deutlich beschleunigt. Ich wußte zwar, dass ich das Tempo (meinen schnellsten Kilometer bin ich da in 5:28 min. gelaufen) nicht durchhalten würde, aber in dem Moment habe ich mich halt gut gefühlt. Ungefähr beim Verpflegungspunkt bei Kilometer 22 hatte ich den vermeintlichen Jan dann schließlich eingeholt, nur um festzustellen, dass er es gar nicht war. Der richtige Jan war zu dem Zeitpunkt knapp vier Kilometer vor mir. Dieser Abstand blieb dann auch bis ins Ziel konstant.

Den Rest des Laufs habe ich dann sehr langsam durchgezogen. Das Finishen war an dem Tag nicht in Gefahr – und eine Bestzeit oder eine besondere Platzierung wollte ich gar nicht. Erfreulicherweise konnte ich den gesamten Lauf ohne Gehpausen durchziehen. Auch wenn man bei einer Pace von teilweise über 7:00 min/km durchaus darüber streiten darf, ob es wirklich noch echtes Laufen ist. Eine Flugphase mit beiden Füßen in der Luft gibt es bei dieser Geschwindigkeit natürlich nicht. Aber egal. Es fühlte sich an wie Laufen und war das, was ich an dem Tag machen wollte. Also alles gut.

Gefinisht habe ich in 4:57 Stunden als 5. und Letzter. Da ich von Anfang an mit 5 Stunden oder mehr gerechnet hatte, bin ich damit sehr zufrieden. Und das Schönste bei diesem Lauf: Er hat von Anfang an bis zum Schluss Spaß gemacht.

Die Läufe bei Olaf, Helmut und co. kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen, der in Bremen gerne einfach mal einen Marathon oder einen Ultra entspannt, gut verpflegt, gut organisiert und mit netten Menschen laufen möchte. Und wer sich keinen ganzen Marathon zutraut kann auch einfach einen halben oder jede beliebige andere Teilstrecke mitlaufen.

Am kommenden Samstag, an dem ja eigentlich Springe-Deister geplant war, werde ich natürlich auch wieder laufen. Crispin hat vor kurzem in der Facebook Gruppe „Sport Bremen“ nach einem Fahrradbegleiter für einen 60 km Trainingslauf gesucht; und Lars hat sich angeboten mit einem Fahrradanhänger mitzukommen. Stefan, Christian und ich haben beschlossen, dass wir uns als Mitläufer anschließen – und Helmut hat vorgestern ebenfalls angeboten als zusätzliche Fahrradbegleitung mitzukommen. Und so ist aus Crispins 60 Kilometer Trainingslauf eine kleine Ultra Veranstaltung mit (derzeit) 4 Teilnehmern und zwei Fahrradbegleitern geworden.

Ich bin wirklich mal gespannt, ob und wie ich die 60 Kilometer überstehen werde. Vorgestern war mein erstes Marathon Finish seit Frankfurt im Oktober. Mein letzter Ultra war der Süntel Trail im Juli – seither bin ich keine so langen Strecken mehr gelaufen. Man kann also davon ausgehen, dass es wehtun wird.

Letztendlich sollen die 60 Kilometer ebenfalls vor allem dem Training dienen. Immerhin ist am Sonntag in einer Woche (29.03.) der 2. PUM angesagt und im April folgt ja auch recht bald der 2. Heidschnucken Ultra. Superlange Läufe sind also langsam wirklich wichtig…

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